Bodenarbeit / Freiheitsdressur

Jana Maeting --- Bodenarbeit mit Pferd und Reiter
Jana Maeting --- Bodenarbeit mit Pferd und Reiter

Für mich beginnt ganz klar jede Arbeit mit einem Pferd vom Boden aus. Alles was wir vom Boden können, unterstützt uns bei der Arbeit im Sattel und mit unserem Pferd.

Damit wir mit einem Pferd als Team harmonisieren, müssen wir anfangen wie eins zu denken. Pferde sind Flucht- und Herdentieren. Wir können nicht erwarten, dass ein Pferd jedes gesprochene Wort von uns versteht, wenn wir es nicht auf seiner Sprache versuchen. In der Natur eines jeden Pferdes liegt, dass sie die Herde zum Überleben brauchen. In einer Herde herrschen klare Rangordnungen und die Kommunikation findet fast ausschließich über die Körpersprache statt. Wenn wir also ein Team mit unserem Pferd werden wollen, ist der erste Schritt eine kleine Zweierherde, außerhalb der Koppel, zu bilden. Damit es mir dann auch noch sein Vertrauen schenkt und mir folgt, muss ich die Leitung übernehmen. Für ein Pferd gilt immer "leiten oder geleitet werden". Um als Leittier akzeptiert zu werden, muss ich lernen, über die Körpersprache mit ihm zu kommunizieren. Ein Pferd folgt nicht dem, der am Größten ist und die meiste Angst verbreitet. Ein Pferd folgt dem, auf den es sich in jeder Lage verlassen kann und der nicht nur körperliche sondern auch geistige Stärke zeigt.

Wenn wir uns dies bewusst machen und verinnerlichen, sind die ersten Grundsteine, auf die wir alles Weitere aufbauen können, gelegt.

 

Bei Gymnastik- und Dehnübungen vom Boden aus, ist es sehr wichtig in kleinen Schritten zu starten.

 

Weichen lernen über die Druckpunkte hilft uns nicht nur, wenn wir im Stall an der Wand stehen und unser Pferd nicht mal daran denkt Platz zu machen. Es unterstützt uns auch bei der Arbeit vom Sattel aus (Vorder- und Hinterhandwendungen, Seitwärtsgänge etc.).

Außerdem ist das Weichen auf Druck ein super Einstieg in die Freiheitsdressur.

Oftmals wird diese Vorgehensweise mit einem Dominanzverhalten des Menschen verwechselt.